Montag, 15. März 2010

James Patterson – „Die 6. Geisel“

(Limes, 381 S., HC)
An ihrem freien Samstagmorgen wird Lieutenant Lindsay Boxer erst zu einem Mord in einem Zweifamilienhaus gerufen, von dort aus zu einem Amoklauf auf einer Fähre, bei dem es drei Tote und einige Verletzte gegeben hat. Als Lindsay zur Fähre kommt, entdeckt sie ihre beste Freundin, die Pathologin Claire Washburn unter den Verletzten. Deren Sohn Willie, der auf der Fähre arbeitet, hat offensichtlich den Amokläufer verfolgt. Weil ein Passagier ein Foto von dem Täter schießen konnte, ist dieser bald identifiziert: Alfred Brinkley war nicht nur in psychiatrischer Behandlung, sondern war auch in der Army.
Überraschenderweise taucht Brinkley vor Boxers Wohnung auf, um sich zu stellen. Dann werden die fünfjährige Madison Tyler und ihr italienisches Kindermädchen entführt; eine Zeugin hat beobachtet, wie nach der Entführung ein Knall ertönte und Blut gegen die Heckscheibe des Vans der Entführer spritzte. Zwar taucht die Leiche des Kindermädchens auf, allerdings gibt es keine Spur von Madison, noch eine Lösegeldforderung. Währenddessen hat Brinkley wegen des Amoklaufs auf der Fähre die Todesstrafe zu erwarten. Einen Ausweg sieht er darin, auf Unzurechnungsfähigkeit zu plädieren …
Mit dem „Women’s Murder Club“ hat James Patterson eine faszinierende Gruppe weiblicher Ermittlerinnen geschaffen, die sich nun zum sechsten Mal mit außergewöhnlichen Morden zu befassen haben. „Die 6. Geisel“ verbindet wieder zwei brutale und schwierige Fälle, die für die Ermittler und die Leserschaft einige interessante Wendungen bereithalten. Der Plot ist dabei wie immer kurz und knackig geraten, so dass man gar nicht genug von dieser Reihe bekommen kann.

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