„Qwert ließ das alles wie in Trance über sich ergehen, denn mit den Gedanken war er ganz woanders. Er hatte das entmutigende Gefühl, seit seiner Ankunft in dieser Welt im Kreis gelaufen zu sein. Jetzt befand er sich wieder genau da, wo alles angefangen hatte, und eigentlich war es seither nur immer schlimmer geworden. Viel schlimmer! Seit sie die Lichtung betreten hatten, grübelte er darüber nach, wie er sich in der Janusmedusenfrage verhalten sollte. Obwohl er wusste, wie vollkommen wahnsinnig und aussichtslos sein Vorhaben war: Er wollte sie befreien. Aber ihm waren nun mal Dinge über sie bekannt, die er mit niemandem teilen konnte.“ (S. 342)
Walter Moers – (Zamonien: 12) „Qwert“
Sonntag, 12. April 2026
Walter Moers – „Jesus total – Die wahre Geschichte“
Samstag, 16. März 2013
Walter Moers ist mittlerweile mit seinen Zamonien-Romanen ein zu Recht gefeierter Fantasy-Autor, der mit großer Fabulierkunst und überwältigendem Ideenreichtum ganz schillernde Märchenwelten zu erschaffen versteht und damit ganz in die Tradition von Autoren wie J.R.R. Tolkien oder C.S. Lewis steht.
Walter Moers – „Der Pinguin“
Samstag, 15. Dezember 2012
Ist Walter Moers zum Anfang seiner Karriere vor allem als Comic-Künstler wahrgenommen worden und hat der Welt so herrliche Bände wie „Huhu!“, „Schweinewelt“ oder „Kleines Arschloch“ beschert, so ist er in den letzten Jahren vor allem als großgeistiger Schöpfer so fantasiereicher Romane aus dem zauberhaften Zamonien-Kosmos zu schriftstellerischer Reife gelangt.
Zum Glück hat ihn die Begeisterung für die Comic-Kunst nie ganz verlassen, und so darf sich die Fangemeinde auf die Reihe „Moers Classics“ freuen, in der der Knaus-Verlag einige von Moers‘ Lieblingscomics nicht nur einfach wiederveröffentlicht, sondern auf eine Weise, wie sie dem Autor ursprünglich vorschwebte. Eröffnet wird die Reihe mit dem – und davor wird auf dem Cover bereits ausdrücklich gewarnt – brutalen wie sex- und drogenhaltigen Titel „Der Pinguin“, der 1997 erstmals als „Wenn der Pinguin zweimal klopft…“ das Licht der Welt erblickte, damals allerdings noch in Schwarzweiß.
„Farbe wurde schon beim erstmaligen Erscheinen des Comics diskutiert“, verrät Moers im Klappentext. „Wir entschieden uns damals für Schwarzweiß, weil so viel Blut darin vorkommt – was in Schwarzweiß nicht so brutal wirkt. So vorsichtig waren wir. Heute ist es das, was mich an dem Comic stört: In Farbe wäre er viel drastischer und konsequenter gewesen. Und komischer. Blut ist komisch.“
Anja Dollinger, Walter Moers – „Zamonien“
Mittwoch, 5. Dezember 2012
Als Walter Moers Mitte der 80er Jahre mit politisch gar nicht so korrekten Comics wie „Die Klerikalen“, „Schweinewelt“ schließlich mit „Das kleine Arschloch“ auf sich aufmerksam machte, war nicht im entferntesten abzusehen, dass er sich zu einem Meister der Fabulierkunst in der Tradition deutscher Fantastik à la E.T.A. Hoffmann entwickeln würde, der sich quer durch die Jahrhunderte aus dem großen Fundus klassischer Literatur, Märchen, Mythen und esoterischer Traditionen bedient.
Mit seinem ersten Roman „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ fiel 1999 der Startschuss zu einer ganzen Reihe von fantastischen Romanen, die in Zamonien angesiedelt sind, Heimstätte legendärer Dichter, Zauberkünstler und kurioser Fabelwesen. Mittlerweile 2011 ist mit „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ der sechste Zamonien-Band erschienen und das Panoptikum geheimnisvoller Orte, labyrinthischer Gänge, skurriler Figuren und mysteriöser Phänomene auf ein Maß angestiegen, dass es durchaus sinnvoll erschien, die fremdartige, doch so faszinierende Welt Zamoniens lexikalisch zu vermessen.
Dieser Herkules-Aufgabe haben sich der Autor, der sich im Zusammenhang mit den Zamonien-Romanen nur als Übersetzer und Illustrator von Zamoniens größten Schriftsteller Hildegunst von Mythenmetz sieht, vor aqllem aber die Kunsthistorikerin Anja Dollinger angenommen, indem sie mit „Zamonien – Entdeckungsreise durch einen phantastischen Kontinent“ ein Nachschlagewerk der besonders schönen Art entworfen haben.
Moers-Fans werden vielleicht enttäuscht sein, dass der Autor nur das Vorwort selbst beigesteuert hat, doch Dollinger hat – erfolgreich - viel Mühe darauf verwendet, den Stil des Zamonien-Schöpfers zu bewahren und durchaus einige Informationen zusammengestellt, die nicht den Romanen zu entnehmen sind.
Ausführliche Artikel widmen sich der Megacity Atlantis ebenso wie Blaubär, der Universitätsstadt Buchhaim, den Buchlingen oder den Bücherjägern, als auch dem Schattenkönig, dem Puppetismus und dem großen Helden Rumo von Zamonien.
Wie es die treuen Zamonien-Leser gewohnt sind, ist das Lexikon, das keinen Anspruch auf Vollständigkeit hegt und die Hoffnung auf ergänzende Bände dieser Art macht, wie ein echter Zamonien-Roman gestaltet – mit Illustrationen, wie sie bislang nur auf einer Ausstellung zu Zamonien zu sehen gewesen sind, und schön eingerahmten Zitaten und Übersichten.
Ein ausführliches Register rundet das informative Werk an, das auf angenehme Weise die Wartezeit bis zu „Das Schloss der träumenden Bücher“ verkürzt.
Walter Moers – (Zamonien: 6) „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“
Sonntag, 30. Oktober 2011
Nachdem Walter Moers durch seine oft politisch unkorrekten Comics um das „Kleine Arschloch“ und „Adolf“ bereits zur Kultfigur avancierte, überraschte er 1999 mit seinem ersten Roman „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“, der nur wenig mit der aus der „Sendung mit der Maus“ bekannten Figur gemeinsam hatte, dafür dem Leser die wunderbare Welt Zamoniens vorstellte. Seither hat er mit Werken wie „Rumo & die Wunder im Dunkeln“ und „Die Stadt der Träumenden Bücher“ gefeierte Meisterwerke der Fantasy-Literatur veröffentlicht, die er selbst liebevoll und reichhaltig illustrierte. An letztgenanntes Werk schließt auch „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ an.
Hildegunst von Mythenmetz suhlt sich im Licht seines literarischen Ruhms, vernachlässigt aber seine künstlerische Mission. Zweihundert Jahre nach der Feuersbrunst, die der Schattenkönig ausgelöst und damit Buchhaim, die Stadt der Träumenden Bücher, vernichtet hat, führt ein geheimnisvoller Brief mit den vertrauten Worten „Hier fängt die Geschichte an“ zurück nach Buchhaim, wo Mythenmetz eine völlig veränderte Stadt vorfindet. Lebende historische Zeitungen bringen Mythenmetz die Ereignisse der vergangenen Jahre ins Bewusstsein, er begegnet seinem Schriftstellerkollegen Ovidios, der ihm erklärt, warum Buchhaim wieder so ein blühendes Zentrum des Buchhandels geworden ist.
„Der letzte Brand von Buchhaim verursachte keinen Exodus, sondern eine Zuwanderung, wie sie die Stadt noch nie erlebt hatte. Abenteurer, Buchverrückte, Dichter und Möchtegern-Dichter, Verleger ohne Verlag, Lektoren ohne Anstellung, Übersetzer ohne Auftrag, Drucker, Leimsieder, Maurer, Buchbinder, Dachdecker, Buchhändler, kurz: Kopfarbeiter und Handwerker aller Art wurden von der halbzerstörten, frisch erblühenden Stadt magnetisch angezogen. Nirgendwo sonst konnte man so fundamental neu anfangen wie in Buchhaim. Egal, ob mit der Schreibfeder oder mit der Mörtelkelle. Nur in dieser wahnsinnigen Stadt konnte man an einer kollektiven Wiedergeburt teilhaben. Und nirgendwo sonst konnte man, wenn einem das Glück hold war, so verdammt reich werden.“ (S. 106)
Walter Moers - (Zamonien: 3) „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“
Montag, 15. Februar 2010
Wer bislang das Vergnügen gehabt hat, mit Käpt’n Blaubär und seinen Gefährten das wundersame Land Zamonien erkunden zu dürfen, wird sich freuen, dass es mit „Rumo & Die Wunder im Dunkeln“ endlich ein neues Abenteuer zu erleben gilt. Der kleine Wolpertingwelpe Rumo soll einmal der größte Held Zamoniens werden, aber davon weiß er natürlich noch nichts.
Walter Moers - „Schamlos - Das große Buch vom Kleinen Arschloch“
Seit über zehn Jahren belustigt und schockiert das Kleine Arschloch auf herrlich anarchistische Weise sein Publikum. Mit „Schamlos“ wird dem rotzfrechen Bengel ohne Schamgefühl und moralische Werte nun ein außergewöhnliches Denkmal gesetzt.
In unzähligen Comic-Strips und –Büchern und sogar einem Kinofilm ist der pubertäre Anarchist zu einem echten Star avanciert, der zwar auch die Sittenwächter auf den Plan rief, aber mit seinem unbekümmerten, hemmungslosen Charakter insgeheim unsere unterdrückten Fantasien zum Ausdruck bringt.
Walter Moers - (Zamonien: 4) „Die Stadt der Träumenden Bücher“
Bereits mit Käpt’n Blaubär und dem Kleinen Arschloch hat uns Walter Moers zwei nicht mehr aus der deutschen Populärkultur wegzudenkende Kultfiguren geschenkt. Seit seinem Romandebüt „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ hat sich Moers allerdings auch als ebenso fantasiebegabter Märchenerzähler erwiesen, der mit dem wunderbaren Zamonien eine ähnlich schillernde Fantasy-Welt erschuf wie Terry Pratchett mit seiner Scheibenwelt oder Neil Gaiman mit seinem Sandman-Universum. In seinem neuen Zamonien-Epos „Die Stadt der Träumenden Bücher“ gelangt der junge Lindwurmfeste-Bewohner Hildegunst von Mythenmetz in den Besitz eines mysteriösen Manuskripts, das ihm sein Dichtpate Danzelot von Silbendrechsler vermacht hat.
Walter Moers - „Wilde Reise durch die Nacht“
Mit seinen ersten beiden Romanen „Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ und „Ensel und Krete“ hat sich der Comic-Zeichner Walter Moers („Das kleine Arschloch“) sogleich in die Herzen von Märchen- und Fantasy-Fans geschrieben. Für seine neue Geschichte hat er sich eine ganz besondere Idee ausgedacht: Auf der Grundlage von 21 Kupferstichen von Gustave Doré, dem erfolgreichsten Illustrator des 19. Jahrhunderts, erzählt Moers die Geschichte des zwölfjährigen Gustave Doré, der eines Nachts als Kapitän bei einem verheerenden Siamesischen Zwillingstornado sein Schiff verliert und selbst fast zu Tode kommt.








