Donnerstag, 12. März 2009

Jane Goldman - „Die wahren X-Akten - Das Buch der unerklärlichen Phänomene“, Band 1+2

(vgs, 352 S. + 352 S., HC)
Millionen von Zuschauern saßen in den 90ern jede Woche gebannt vor dem Bildschirm, um „die unheimlichen Fälle des FBI“ mitzuverfolgen, die den beiden so unterschiedlichen, sich aber so perfekt ergänzenden Agenten Fox Mulder und Dana Scully anvertraut werden. Das Erfolgsrezept der Serie von Chris Carter liegt sicher nicht nur in seiner für das Medium Fernsehen ungewöhnlich aufwendigen Produktionsweise und den spannenden Erzählweise - „Akte X“ spricht vor allem unsere ureigensten Ängste, Träume und Vorstellungen von dem an, was „irgendwo da draußen“ vor sich geht, handelt es sich nun um außerirdisches Leben, um internationale Verschwörungen, Monströsitäten, die die Natur und die Wissenschaft hervorbringen, oder um alte Mythen und geheimnisvolle Rituale, Geister und Dämonen.
Die Journalistin Jane Goldman leistet (nicht nur) dem treuen Akte-X-Fan eine fast unentbehrliche Hilfestellung bei seiner Suche nach der Wahrheit, die die FBI-Agenten Mulder und Scully stellvertretend für uns jede Woche unternehmen.
In „Die wahren X-Akten“ geht Goldman den in der Kult-Serie thematisierten seltsamen Phänomenen auf den Grund und unterstützt den Leser damit bei der Entwicklung einer eigenen Meinung. Zwar beruhen die in „Akte X“ thematisierten Phänomen nicht - wie so oft behauptet wird - auf wahren Begebenheiten, sehr wohl weisen die Geschichten aber durchaus reale Hintergründe auf, denen Jane Goldman gewissenhaft nachgeht.
In Band 1 der „wahren X-Akten“ werden aber nicht nur Phänomene aufgegriffen wie „Wildlebende Menschen“, „Künstliche Intelligenz“, „UFO-Erfahrungen“; es wird nicht nur dem Werwolf-Mythos oder indianischen Mythen nachgespürt - der Zusammenhang mit „Akte X“ wird immer wieder durch Zitate von Scully und Mulder sowie den Produzenten der Serie hergestellt, durch „Fallnotizen“, wie sie meist zum Ende einer Serienfolge von Scully oder Mulder niedergeschrieben werden, und vor allem wunderbares, farbiges Bildmaterial auf Hochglanzpapier ergänzt. Am Ende des Buches werden vier Männer aus dem wirklichen Leben vorgestellt, die ähnlich wie Mulder „auf der Suche nach der Wahrheit“ sind, und mit Nick Pope wird ein leitender Angestellter des britischen Verteidigungsministeriums portraitiert, der ähnliche Aufgaben wahrnimmt wie Fox Mulder in „Akte X“.
Das erfolgreiche und grafisch so ansprechend aufbereitete Buch musste natürlich eine Fortsetzung finden: Band 2 beschäftigt sich mit den Ereignissen, die in der zweiten und dritten Staffel von „Akte X“ thematisiert wurden: Seeungeheuer, körperliche Anomalien, halluzinogene Ausflüge, Voodoo, Gedankenkontrolle, Träume. Dazu kommen wieder die Macher und Beteiligten der Serie zu Wort, aber auch Wissenschaftler, die ihre Kommentare zu den „Akte X“-Phänomenen und den neuesten Entwicklungen in den Grenzwissenschaften abgeben.
Zum Schluss gewährt Goldman dem Leser einen Einblick in die Geschichte des FBI und lässt wieder Forscher und Wissenschaftler ihre Wahrheitssuche schildern.

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