Montag, 9. März 2009

Jerome Delafosse - „Im Blutkreis“

(Limes, 414 S., HC)
Nachdem der Wissenschaftler Nathan Falh nach einer missglückten Tauchexpedition mit der „Pole Explorer“ in der Arktis verunglückt ist, wacht er in einem norwegischen Krankenhaus aus dem Koma aus und kann sich an nichts erinnern. Als man ihm im Treppenhaus aber ans Leben will, erwachen Nathans nahkampferprobten Instinkte. Er entledigt sich der Killer und flüchtet nach Paris, wo er seinen ständigen Wohnsitz hat. Doch auch in der leeren Wohnung kommen die Erinnerungen an sein früheres Leben nicht zurück. Ein Fax führt ihn allerdings ins italienische Cesena, wo in einer Bibliothek das mysteriöse „Elias“-Manuskript aufbewahrt wird.
In ihm ist von einem Geheimbund namens „Der Blutkreis“ die Rede. Zusammen mit dem Bibliothekar Ashley Woods versucht Nathan nicht nur, das Geheimnis des mysteriösen Manuskripts und des darin erwähnten Geheimbundes zu entschlüsseln, sondern vor allem auch seine eigene Identität zu erfahren, die nach wie vor im Dunkeln liegt. Doch je mehr das Manuskript seinen Inhalt preisgibt und Nathan die Stätten seines früheren Wirkens aufsucht, desto unheimlicher offenbart sich seine eigene düstere Vergangenheit … Natürlich wird auch das Debüt dieses Franzosen mit Dan Brown verglichen. Obwohl es spannend geschrieben ist, entwickelt sich die Geheimbund-Geschichte erst nach über der Hälfte des Romans und hat dann wenig mit den derzeit so beliebten christlichen Verschwörungstheorien zu tun.

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