Sonntag, 1. März 2009

Gerald Axelrod - „Wo die Zeit keine Macht hat. Feen, Hexen und Druiden in der Sagenwelt Irlands“

(Eulen, 128 S., HC)
Neben dem Briten Simon Marsden zählt der Österreicher Gerald Axelrod zu den bekanntesten Fotografen unheimlicher und magischer Bilder, die die Mythen, Fabeln und Geheimnisse vergangener Epochen in ihren atmosphärisch dichten Schwarz/Weiß-Fotos wieder lebendig werden lassen. Der Titel seines neuen Buchs „Wo die Zeit keine Macht hat“ bezieht sich auf die keltische Anderswelt, jenes prächtige Abbild unserer Welt im Jenseits, wo weder Hunger, Krankheit noch Tod herrschen.  
Axelrod beschreibt in seinem Werk sowohl die Mythen als auch die Lebensgewohnheiten der Kelten und illustriert diese mit bezaubernden Bildern, bei denen Iris Guggenberger als Fee, Hexe oder Prinzessin vor der prächtigen Kulisse von Friedhöfen, verfallenen Schlössern, Höhleneingängen, kunstvollen Torbögen, verlassenen Altären und an steinigen Meeresufern die uralten Bräuche, Kleidungsgewohnheiten und Lebensumstände demonstriert. Gelegentlich lässt der Autor das faszinierende Naturpanorama auch nur für sich sprechen. So entsteht das spannende wie lebendige Panorama einer zwar längst untergegangenen, in ihren überlieferten Mythen und Denkmälern nach wie vor einflussreichen und faszinierenden Kultur, deren Wege, Ausbreitung und Entwicklung der Autor gleich zu Beginn seines Buches kurz skizziert, bevor einzelne Figuren der keltischen Mythologie wie Maildun, Cuchulinn und Finn MacCool episodenhaft portraitiert werden. Der Hauptreiz von „Wo die Zeit keine Macht hat“ liegt aber eindeutig in den 83 Duoton-Fotografien, die der Phantasie des Betrachters auf die Sprünge helfen.

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