Dienstag, 10. März 2009

Jonathan Kellerman - „Das Buch der Toten“

(Manhattan, 574 S., HC)
So wie James Patterson seinen Alex Cross und Jeffery Deaver seinen Lincoln Rhyme hat, schickt der gelernte Kinderpsychologe und erfolgreiche Krimi-Autor Jonathan Kellerman den Psychologen Dr. Alex Delaware im Kampf gegen das Verbrechen ins Rennen. Beim „Buch der Toten“ handelt es sich um ein edles Fotoalbum, das Alex anonym zugeschickt wird. Als er das Album seinem Freund, dem Polizeidetective Milo Sturgis, zeigt, hält dieser beim Durchblättern der Tatortfotos schockiert inne.
Ein Bild zeigt nämlich die grässlich zugerichtete Leiche des jungen Mädchens Janie Ingalls – einer der ersten Mordfälle, die Milo zu bearbeiten hatte, und einer der wenigen, die er nicht lösen konnte. Damals wurde er nämlich mit seinem damaligen Partner Pierce Schwinn von dem Fall abgezogen: Schwinn wurde in Pension geschickt, Milo zu einer anderen Einheit versetzt. Doch nach zwanzig Jahren nimmt Milo die Spur wieder auf. Schon die Tatsache, dass Janie vor ihrem Tod auf einer Party der Kinder des reichen Unternehmers Garvey Cossack gewesen war, lässt Milo und Alex Unheilvolles ahnen: der Fall führt die beiden Freunde in die höchsten Gesellschaftskreise, und das Fotoalbum erweist sich zunehmend als mysteriöser Fingerzeig, nachdem auch Schwinn angeblich einem Reitunfall zum Opfer gefallen ist. Schon bald stochern die beiden Ermittler in einem undurchdringlichen Dschungel aus Lügen, Korruption, Gewalt und Macht. Spannender wie einfühlsamer Psycho-Thriller von einem Meister seines Fachs!

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