Samstag, 30. Mai 2009

Steve Vance - „Der Mr. Hyde Effekt“

(Festa, 412 S., Pb.)
Als Horrorautor hat es Allen Blake Corbett zu erklecklichem Ruhm gebracht. Der Vielschreiber muss bereits etliche Romane unter Pseudonymen veröffentlichen, doch tut er sich mit seinem neuen Werk ungewöhnlich schwer. Zum Glück bezahlt er einen Kaffeejungen der Bezirkspolizei für Informationen, die Corbett oft als Inspiration für seine Geschichten dienen. Als Louis Angelina eines Donnerstagmorgens bei Corbett anruft, berichtet er ihm von zwei völlig zerfetzten Leichen acht Kilometer außerhalb von Los Angeles.
Am Tatort in Lynnview begegnet Corbett Douglas Morgan, einem Kolumnisten des Los Angeles Chronicle für unheimliche, mysteriöse Geschichten. Nachdem die Suche mit Polizeihunden in den umgebenden Wäldern erfolglos verlief, fragen sich die beiden, ob für dieses Gemetzel wirklich ein Mensch verantwortlich gewesen sein konnte. Sie beschließen, ihre eigenen Ermittlungen anzustellen, und erhalten dabei bald Unterstützung von der neunzehnjährigen Meg Talley, die sich zunächst selbst auf die Suche nach dem vermeintlichen Tiermenschen machen möchte, dann aber unversehens fast selbst Opfer der Bestie wird. Ihre Theorie, dass ein Werwolf für das Massaker in Lynnview und wenig später für eines in der Nachbarschaft verantwortlich sein muss, unterstützen auch Corbett und Morgan, während sich der junge Hobby-Ermittler Nicholas Grundel, der Vierte im Bunde, eher skeptisch zeigt. Doch das ungleiche Team wird schneller als erwartet mit der grausigen Wahrheit konfrontiert, als die Spur zum bekannten College-Dozenten Charles Gerald Cummings führt, der seit achtzehn Monaten vermisst gewesen ist. Nach seiner Verhaftung gesteht Cummings, der gesuchte „Tiermensch“ zu sein, doch damit hat das Grauen noch längst kein Ende gefunden … Atmosphärisch dichter und packender Werwolf-Thriller, dessen Fortsetzung „Das Mr. Hyde Erbe“ ebenfalls demnächst erscheinen wird.

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