Dienstag, 22. Dezember 2009

Frances Fyfield - „Rabenbrut“

(Hoffmann und Campe, 319 S., HC)
Richard Beaumont, pensionierter Immobilienmakler, genießt seine Freizeit am liebsten mit zwei Dingen, dem Beobachten von Vögeln und dem Malen. Häufig verschlägt es ihn an die steilen Klippen an der Küste von Dover, wo er beiden Leidenschaften gleichzeitig frönen kann. Eines Tages rauscht der Körper einer Frau von weiter oben an ihm vorbei in die Tiefe und schlug fast unbekleidet im Geröll an der See auf. Fasziniert von seinem neuen „Modell“, nimmt Beaumont Zeichnblock und Stift zur Hand und beginnt die Leiche zu zeichnen. Als er bei seinem Tun ertappt wird, kann sich Beaumont an nichts erinnern, wird aber schnell von jedem Verdacht freigesprochen. Zuhause in London verewigt der Maler seine Skizze in Öl, doch wenig später wird das Bild von Steven, dem Bruder der Beaumont-Nachbarin Sarah Fortune, entwendet, die wiederum eigene Nachforschungen über die Herkunft der unbekannten Toten anstellt.
Je näher sie der Wahrheit kommt, umso verwickelter werden die persönlichen Beziehungen zwischen Beaumonts hübscher Ehefrau Lilian und Sarahs Bruder sowie Sarah, ihrem Geliebten Richard Beaumont und dessen neuen Freund, den Gerichtsmediziner John Armstrong … Ungewöhnlicher Krimi mit vielen psychologischen Raffinessen.

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