Mittwoch, 23. Dezember 2009

Justine Wilson - „Blood Angel“

(Knaur, 414 S., Pb.)
Auch wenn das Cover zu Justine Wilsons „Blood Angel“ vielleicht bewusst an das Artwork der erfolgreichen Geheimbund-Verschwörungs-Thriller-Bestseller von Dan Brown angelegt worden ist, hat der Roman absolut nichts mit den so spannend von Brown kreierten Geschichten zu tun. Stattdessen versucht sie den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse als apokalyptische Schlacht zwischen Dämonen und Engeln auf dem Erdenreich zu schildern.
Da ist auf der einen Seite die Dämonin Asha Bakal, die den erfolgreichen, aber desillusionierten Rock-Musiker Lucas Maddox für sich gewinnen konnte, um mit der mysteriösen Band Trans die Jugendlichen anzuziehen, die ihr auch in jeder Hinsicht bald zu Füßen liegen. Auch Ramsey Doe wird durch einen Hinweis seines Internet-Chat-Freundes Lizardking schnell in ihren Bann gezogen und macht sich auf den Weg in die Wüste, wo das ultimative Konzert stattfinden soll. Auf der anderen Seite versucht Ashas Bruder Kai, ehemaliger Anführer der „guten“ Bruderschaft, mit der Künstlerin Jessamy Shepard sich der wachsenden Macht der Dämonen entgegenzustellen … Leider gelingt es der Autorin nie, dem altbekannten Thema neue Fassetten abzugewinnen. Stattdessen bleiben die Ambitionen der Protagonisten eher undurchsichtig, die Dialoge ersticken in nichts sagenden Plattitüden, die Handlung wirkt dazu wirr und lässt zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommen. So bleibt das Cover leider das einzig Interessante an dem Buch.

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