Sonntag, 13. Juni 2010

Dean Koontz - „Kalt“

(Heyne, 512 S., HC)
Der 29-jährige Künstler Dylan O’Connor ist mit seinem knapp zehn Jahre jüngeren, autistischen, aber hochintelligenten, Bruder Shepherd auf dem Weg zu einem Kunstfestival. Als Dylan für seinen Bruder und sich Fastfood zum Abendbrot besorgen will, bekommt er eins über den Schädel und wird zurück ins Motel, wo Shepherd selbstvergessen mit rasender Geschwindigkeit ein Puzzle zusammensetzt, geschleppt und erhält eine Injektion mit einem „psychotropen Zeugs“, das das Lebenswerk eines verrückten Wissenschaftlers sein soll.
Das gleiche Schicksal widerfährt der zynischen Comedy-Künstlerin Jillian Jackson, die mit ihrem 56er mitternachtsblauen Cadillac Coupe DeVille und ihrem „Freund“ Fred (Geburtsname Crassula argentea) auf dem Weg nach Phoenix, Arizona, zu einem dreitägigen Engagement ist. Auch sie bekommt diese Injektion, deren Wirkung außergewöhnlich, „manchmal positiv“ sein soll. Als der Wissenschaftler vor „denen“ flüchtet und Jillians Coupe DeVille in Flammen aufgeht, beginnt für die beiden Brüder und die Frau eine gefährliche Fahrt ins Ungewisse. Während Jillian plötzlich von erschreckend realistischen Halluzinationen heimgesucht wird, folgt Dylan düsteren Vorahnungen und befreit mit Jillians Hilfe den kleinen Kenny aus der Gefangenschaft seines gewalttätigen Bruders und seiner Freundin. Gemeinsam entdecken sie die seltsamen Fähigkeiten, die das „psychotrope Zeugs“ bewirkt, müssen aber auch vor den skrupellosen Wissenschaftlern flüchten, die ihnen auf den Versen sind. Packender, filmreifer Psycho-Thriller mit viel Humor.

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