Sonntag, 12. April 2009

Dennis Lehane - “Shutter Island”

(Ullstein, 366 S., HC)
Aus dem Ashecliffe Hospital für psychisch kranke Straftäter auf Shutter Island ist im Sommer 1954 eines Nachts die Patientin Rachel Solando aus ihrer zugesperrten Zelle entflohen. Als US-Marshal Teddy Daniels sich mit seinem neuen Kollegen Chuck Aule von Boston aus auf dem Weg zur Insel in die Festungs-ähnliche Einrichtung machen, erfahren sie, dass auch Dr. Sheehan, der Leiter der Gruppentherapie, an der Rachel am Abend zuvor teilgenommen hatte, verschwunden ist, ohne eine Spur zu hinterlassen. In Rachels Zelle finden die Marshals zwar eine Notiz mit kryptisch anmutenden Zahlenspielereien, aber sonst finden die Cops keine Hinweise auf ihr Verschwinden. Bei ihren Befragungen des Direktors und des Pflegepersonals bekommen Chuck und Teddy immer mehr den Eindruck, dass ihnen bei ihren Ermittlungen Steine in den Weg gelegt haben.
Als Chuck erfährt, dass Teddy auch nach einem Andrew Laeddis sucht, der Teddys Frau Dolores vor zwei Jahren durch eine Brandstiftung umgebracht hat, vermutet er, dass Teddy ganz persönliche Gründe hatte, sich den Fall Rachel Solando anzueignen. Zwar freunden sich die beiden ungleichen Männer immer weiter miteinander an, vermag Teddy aufgrund seiner ehemaligen Nachrichtendiensttätigkeit auch allmählich Rachels Code zu entschlüsseln, dennoch scheint hinter Rachels Verschwinden mehr zu stecken, als die Anstaltsleitung einzuräumen gewillt ist. Nach dem erfolgreich von Clint Eastwood verfilmten „Mystic River“ legt Dennis Lehane mit „Shutter Island“ einen weiteren filmreifen Roman vor.

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