Donnerstag, 16. April 2009

David Ellis - „Die Schuldigen“

(Rütten & Loening, 448 S., HC)
Eigentlich könnte es für den jungen, aufstrebenden Anwalt Jon Soliday kaum besser laufen. Als rechte Hand des demokratischen Senators Grant Tully organisiert er dessen Wahlkampf zum Gouverneur von Illinois und hat gerade entdeckt, wie der republikanische Gegenkandidat John Trotter wegen eines Formfehlers bei der Bewerbung aus dem Rennen gekickt werden kann. Doch bevor dieses As ausgespielt werden kann, gerät Soliday in einen Strudel katastrophaler Ereignisse. Erst streckt sein Partner und Freund Bennett Carey einen Einbrecher mit drei Schüssen in den Rücken nieder, dann erhält er einen Erpresserbrief mit der Forderung, 250.000 Dollar aus dem Wahlkampffonds abzuzweigen, um ein bestimmtes „Geheimnis“ nicht preiszugeben.
Als Soliday schließlich Dale Garrison, eine ebenfalls für Senator Tully arbeitende Anwalt-Legende, tot in dessen Büro auffindet und dabei vom Sicherheitsdienst entdeckt wird, sieht er sich auch noch mit einer Mordanklage konfrontiert. Während der Ermittlungen, die er selbst anstellt, wird schnell deutlich, dass Ereignisse von vor über 21 Jahren ihren Schatten in die Gegenwart werfen. Damals hatte Soliday im Drogenrausch Sex mit einem Mädchen, das tags darauf tot war. Soliday hatte keine Erinnerung an die Ereignisse in der Nacht, wurde von seinem Freund Tully und seiner Familie aber aus der Sache rausgehalten. Nun versucht jemand, die wahren Hintergründe von damals aufzudecken. Soliday ist sich bewusst, dass einige politische Karrieren auf dem Spiel stehen, wenn er selbst mit allen Mitteln seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen versucht... Spannender, mit dem Edgar Allan Poe Award ausgezeichneter Justiz-Thriller des Juristen David Ellis.

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